HEIMAT- UND TRACHTENVEREIN GELTENDORF E.V.

gegründet 1949

Unser gwand

UNSER NEUES GWAND

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Deandl: Pramal bzw. Kranl,

Schwarzer Halsflor mit Florschließe,

Jacke mit Silberknöpfen, Oberteil

(Latz m. Bänder u. Borten), gestiftel-

ter Rock, Seidenschürze, weiße Baumwoll-Strumpfhose und schwarze Schu- he mit Silberschnalle

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Buam: schwarzer Velour-Hut, 

weißes Hemd, farbiges Seidentuch, Jacke mit Silberknöpfen, bunte Weste mit Silberknöpfen, schwarze kurze Lederhose bzw. Bundlederhose, weiße Strümpfe, Haferlschuh oder schwarzer Schuh mit Silberschnalle

Der Bua links und des Deandl in der Mitte tragen die Jugendtracht

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Zur Erneuerung der Deandl-Tracht

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Vom Trachtenverein Geltendorf, der aus jungen und älteren Leuten besteht, erhielt ich den Auftrag ein erneuertes „Dachauer“ Gewand zu erarbeiten.

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Wir forschten nach alten Trachten-stücken, Bildquellen und anderen Unter-lagen. Die Forschungsergebnisse waren der Grundstock zu unserer Erneuerung einer farbenfrohen Festtagstracht.

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Die Änderungen bezogen sich auf Form und Material. Um die Attraktivität der Tracht zu gewährleisten, mussten Änderungen an der Modellgestaltung vorgenommen werden. Am Rock wurden die ursprünglichen Stehfalten gegen einen gestifteten Rock ausgetauscht. Um das Gewicht des Rocks zu reduzieren, wurde an Stelle des schweren Wollstoffes eine erheblich leichtere Wollmischung eingesetzt. Am Saum wurde ein roter oder gelber Vorstoß angebracht.

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Das Oberteil der historischen Tracht bestand aus einem Schnürmieder mit Stecklatz und war sehr kurz unter der Brust an den Rock gesetzt. Die Neue-rung: der Latz wird im Ausschnitt mit verarbeitet und an einer Seite mit Haf-teln geschlossen. Die Taille wurde dem

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heutigen Trageverhältnis angeglichen. Alten Zeichnungen entsprechend wur-den am Oberteil und Latz Bänder und Borten aufgenäht.

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Die alte Form der dazugehörenden Jacke, die sehr kurz war, wurde etwas verlängert und vorne halbrund aus-geschnitten. Die Kanten waren mit Borten und Silberknöpfen besetzt. Bei unserer Erneuerung übernahmen wir die Knopfreihen mit 14 oder mehr Knöpfen.

Die darunter getragene Bluse wurde aus einem weißen Baumwollstoff nach einem alten Hemdchenschnitt gearbeitet.

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Für festliche Anlässe wurde eine ge-musterte Seidenschürze gewählt, für eher alltägliche eine einfache Baum-wollschürze.

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Jede einzelne Person konnte Material, Farbe und Muster frei wählen. So blieb der Charakter einer Festtagstracht mit historischen und regionalen Merkmalen erhalten, ohne dass die Gruppe unifor-miert wirkt.

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Martha Riedlberger

Trachtenschneidermeisterin

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