Nachdem während des 30-jährigen Krieges das schwedische Heer 1632 Landsberg eingenommen hatte, mussten auch die Menschen in der Gegend um Geltendorf viele Opfer bringen. Darauf folgte 1646 die Pest-Seuche, die innerhalb von zwei Jahren 26 Menschenleben forderte. An die Pestopfer der Gemeinde Geltendorf und an den - vermutlich hier gelegenen Pestfriedhof - erinnert eine kleine Kapelle, die nordöstlich der Ortschaft an der heutigen Straße nach Hausen errichtet wurde.
Im inneren bildet ein großes Kruzifix den Mittelpunkt eines kleinen Altars.

Bereits im Gründungsjahr 1949 wurde das aus dem 30jährigen Krieg stammende Baudenkmal vom Heimat- und Trachtenverein renoviert. In den Jahren 1981-1982 wurde die Kapelle erneut renoviert und wir kümmern uns um die Pflege und den Erhalt der Pestkapelle als Andenken der Pestopfer.

Regelmäßig findet an der Pestkapelle eine Maiandacht statt.
I

Oarkugeln

Sucht man nach dem Ursprung bzw. nach der Herkunft dieses Brauches so tut man sich schwer, da dies nicht so ganz geklärt ist.

Klar ist allerdings, wie der Brauch gelebt wird:
Die Familie, Freunde oder die Gemeinde trifft sich am Ostermontag und lässt auf einer Bahn ein hartgekochtes Ei hinunterkullern. Triff das gekugelte Ei, ein bereits anderes gekugeltes Ei, muss der Getroffene 1 Cent an den soeben Gekugelten zahlen. Trifft das Ei mehrere Eier, muss jeder Getroffene 1 Cent zahlen. 

Wir leben diesen Brauch am Ostermontag und laden herzlichh zu uns ins Vereinsheim nach Kaltenberg ein. 


II

Maibaum

In seiner heutigen hohen Form mit belassener grüner Spitze und Kranz geschmückt ist der Maibaum schon seit dem 16. Jahrhundert bekannt, allerdings in anderen Funktionen, wie als Kirchweihbaum, als Ehrenmaibaum für Individuen oder als mit Preisen behängte Kletterstange. Seit dem 19. Jahrhundert kam er, vor allem in Bayern, auch als Ortsmaibaum für die nun selbständigen Gemeinden als Symbol ihres Selbstbewusstseins auf.
Im Laufe der Zeit hat sich rund um den Maibaum viel lokales Brauchtum entwickelt, das sich oft sogar von Dorf zu Dorf unterscheidet. Ob nun Naturbelassen mit Rinde, geschäpst oder gar bemalt, die Varianten könnten nicht vielfältiger sein.
Auch in der Dauer, die der Baum steht, gibt es Unterschiede. Je nach lokalem Brauch bleibt er einen Monat stehen und wird dann für das nächste Jahr eingelagert, oder er steht bis zu fünf Jahre und wird dann wieder frisch geschlagen.

Seit Vereinsgründung sind wir darum bemüht, dass Geltendorf alle 3 Jahre einen Maibaum aufstellen kann. Laut unserer Chronik wurde am    1. Mai 1952 der 2. Maibaum seit unserer Vereinsgründung aufgestellt. Und schon damals war das nicht Sache eines einzelnen Vereins, sonder die gesamte Dorfgemeinschaft war nötig, um den Baum traditionell mit der Hand aufzustellen. Auch heute wird unser Maibaum noch so aufgestellt. Die Organisation übernehmen wir zusammen mit mehreren Ortsvereinen.
III

Kirchweih

Kirchweih ist ursprünglich ein heidnisches Fruchtbarkeits- und Erntedankfest. Später, ab dem Mittelalter, wurde Kirchweih als religiöses Fest anlässlich der Weihe einer christlichen Kirche gefeiert. Dabei wird eine Kirche oder ein Kirchenraum feierlich, im Allgemeinen vom Bischof, einer Gemeinde zum liturgischen Gebrauch übergeben. Die Kirche wird zumeist einem Schutzpatron geweiht, dessen Gedenktag in den Folgejahren feierlich begangen wird.
Der allgemeine Kirchtag ist der 3. Sonntag im Oktober. Die Rituale, die bis heute überlebt haben, sind die "Kirta-Hutschn" und die "Kiachal und Kirta - Nudeln". Die Kirta-Hutschn ist eine aufgehängte Leiter, die als Schaukel fungiert. Ein Kiachal ist ein Hefeteiggebäck, das in seine Form mit den Händen gezogen wird.  Anschließend wird das Schmalzgebäck in Fett herausgebacken.

Wir freuen uns auf Euren Besuch jedes Jahr am 3. Sonntag im Oktober in unserem Vereinsheim in Kaltenberg.
IV

Pestkapelle

Nachdem während des 30-jährigen Krieges das schwedische Heer 1632 Landsberg eingenommen hatte, mussten auch die Menschen in der Gegend um Geltendorf viele Opfer bringen. Darauf folgte 1646 die Pest-Seuche, die innerhalb von zwei Jahren 26 Menschenleben forderte. An die Pestopfer der Gemeinde Geltendorf und an den - vermutlich hier gelegenen Pestfriedhof - erinnert eine kleine Kapelle, die nordöstlich der Ortschaft an der heutigen Straße nach Hausen errichtet wurde.
Im inneren bildet ein großes Kruzifix den Mittelpunkt eines kleinen Altars.

Bereits im Gründungsjahr 1949 wurde das aus dem 30jährigen Krieg stammende Baudenkmal vom Heimat- und Trachtenverein renoviert. In den Jahren 1981-1982 wurde die Kapelle erneut renoviert und wir kümmern uns um die Pflege und den Erhalt der Pestkapelle als Andenken der Pestopfer.

Regelmäßig findet an der Pestkapelle eine Maiandacht statt.

Trachtenverein Geltendorf

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